Die erste Woche der Herbstferien stand im Hort Langenwolmsdorf unter dem Motto „Schöner Papierkram“. Kleine Zeitungsschnipsel verwandelten wir in geschöpftes Papier. Von uns gefaltete Papierflieger segelten um die Wette. Aus Kartoffeln und Pappe stellten wir Stempel und wunderschöne, einzigartige Bilder her. Frau Leupholt führte uns in (Ur-)Uromas Zeiten. Wir spielten Schule, wie vor 100 Jahren – mit Strammsitzen und Fingernägelkontrolle. Altdeutsche Buchstaben sehen sehr schön aus. Sie sind aber schwer zu schreiben. Zum Abschluss unserer Projektwoche fuhren wir nach Neustadt und besuchten die Ideenwerkstatt. Übrigens: dort wird die ASB-Zeitung gedruckt. Herr Päßler zeigte uns den Betrieb. In großen Regalen lagert verschiedenstes Papier – nicht helles oder dunkles, sondern Papier mit unterschiedlichem Weißgrad. Die Druckplatten werden in einer Dunkelkammer hergestellt. Dabei darf kein Licht darauf fallen, sonst wäre alle Arbeit pfutsch. Das ist wie früher beim Fotografieren mit einem Film. Übrigens, unsere Kleider änderten in der Dunkelkammer ihre Farben. Aus Grün wurde Blau. Chic! Eine ganz lange Maschine zieht an einem Ende ruck-zuck die Blätter ein und am anderen Ende sind sie wie von Zauberhand bedruckt. Wussten Sie, dass man nur vier Farben (Schwarz, Rot, Blau und Gelb) braucht, um hunderte von Farben zu mischen? Eine weitere Maschine kann viele, viele Blätter auf einmal schneiden. Das sind so viele, dass man sie nicht mit einer Hand fassen kann. Um die Blätter ordentlich schneiden zu können, werden sie auf einer anderen Maschine so lange gerüttelt, bis zumindest zwei Seiten genau aufeinanderliegen. Aber so viel Papier ist auch ganz schön schwer. Damit die Druckereimitarbeiter sich nicht so sehr abmühen müssen, gibt es einen Mini-Lastenfahrstuhl. Der ist stärker als ein Mann. Er kann bis zu 700 kg heben. Toll! Wie lange brauchen Sie um einen Flyer zu falten? Wir kennen etwas, das das mit Sicherheit schneller kann als Sie. In der Druckerei steht eine Falzmaschine, die falzt einen Flyer schneller als Sie bis drei zählen. Wie weit sich das Druckereiwesen entwickelt hat, konnten wir am Ende der Betriebsbesichtigung sehen. Eiserne Lettern, d.h. Buchstabenstempel aus Eisen, zeugen von den Anfängen der Buchdruckerkunst. Wer diese Buchstaben setzte, musste wirklich gut in Rechtschreibung sein. Schließlich gab es noch keinen Computer, der die Fehler anzeigte. Zum Schluss stellte Herr Päßler den Digitaldruck vor. Das ist wie bei uns zu Hause. Man gibt in einen Computer ein, was auf das Papier soll und ein Drucker druckt es. Naja, aber nur fast wie zu Hause: der Drucker ist viiiiiel größer. Vielen Dank an Herrn Päßler und seine Mitarbeiter. Es war irre interessant. Wir haben Bauklötze gestaunt und viel gelernt.