Wir berichteten vor einigen Wochen, wie unsere Kinder ihren „Schlumpfenwald“ anlegten. Gepflanzt, gehämmert, gebohrt bei Wind und Wetter, bei Regen und Sturm – dann stand alles unter Wasser und war nur mit hohen Gummistiefeln begehbar. Relaxen im hohen Gras – aussichtslos!
Am 08.07.13 bei strahlendem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und trockenem Boden weihten wir unseren kleinen, eigenen Wald ein.
Plötzlich kam ein altes Weib den Hang herunter, mit einem Stock und einem schweren Korb auf dem Rücken. In Holzpantoffeln und mit zerzaustem Haar näherte sie sich unserem
„Schlumpfenwald“. Wir staunten, sie staunte. Schon eigenartig, wo kam die denn her?
Es war Frau Bornematz aus der Massenei, sie haust an einem Tümpel neben dem
„Masseneibad“ und wollte den Ort besuchen, an dem ihr Onkel vor 299 Jahren lebte.
Es sieht doch alles ganz anders aus. Neue Bäume sind angepflanzt, es gibt zwei Weidenhütten,
Baumstämme laden zum Sitzen und Balancieren ein und über das kleine Bächle führt ein neues Brückle. Das Wasserrad kannte sie noch von Früher, es ist jetzt etwas kleiner, aber geht schon.
Zwischen den Bäumen hängt ein Sonnensegel, welches den Kindern Schatten spendet, wenn sie ihr Mittagsschläfchen im Wald halten. Es sieht aus wie ein Zimmer im Grünen, nur ohne Fenster und Türen. Sogar der Mittagstisch wird hier angeliefert. Die Bornematzen war so begeistert, dass sie uns versprach auf unseren „Schlumpfenwald“ aufzupassen. Zerrstörer werden erbarmungslos mit dem Stock davon gejagt. Und wenn wir großes Glück haben, unseren Wald immer hegen und pflegen, könnte es sein, dass wir eines Tages unter den vielen Zapfen eine finden, die sich in Goldtaler verwandelt.