Hellau und Allaf aus dem Kinderhaus Pfiffikus. Ich, der Rabe Pfiffikus, bin aber heute heiser kann ich euch sagen. Heut´ am Aschermittwoch ist ja bekanntlich alles vorbei, mit meiner Stimme ist es leider auch vorbei. Aber erst mal schnell zum Anfang meiner Geschichte. Fasching ist ja für alle Faschingsnarren ein tolles Fest und meine kleinen Pfiffiküsse lieben das Verkleiden auch sehr. Dieses Jahr wollten sie aber nicht im Kinderhaus feiern sondern sich allen Leuten in der Stadt präsentieren und ich wusste nix davon. Alle hatten wunderhübsche Kostüme an, die Großen und die Kleinen. Ich wollte ja im Haus feiern, hab mich in mein allerbestes Rabenkostüm geworfen und bin ins Kinderhaus geflogen. Doch als ich dort ankam, war keiner mehr da. Wo sind die nur alle hin? Da hab ich mir mein Rad`l geschnappt und bin bei dem Schneewetter losgedüst – Pfiffiküsse suchen. Wie man eben so düsen kann. Mehr recht als schlecht und soll ich euch was sagen. Auf einmal hat neben mir ein Bus angehalten und ihr glaubt es nicht, da saß ein Teil meiner kleinen Pfiffiküsse drin. Auch ein paar Omi´s hab ich gesehen und die hatten einen Spaß, ich hab ja nur so gestaunt. So was hatten die auch noch nicht gesehen. Die Busfahrerin hatte Mitleid mit mir und hat mich auch noch mitgenommen und dann haben wir eine Stadtrundfahrt durch Neustadt gemacht. Die Leute draußen haben vielleicht komisch geguckt, als sie diese lustige Schar im Bus gesehen haben. Auf dem Markt, vor dem Rathaus angekommen, hieß es dann aussteigen und wir haben uns ganz dolle bedankt für die schöne Busfahrt. Meine anderen Pfiffiküsse waren auch schon da, sie hatten ihre Muskeln gestärkt und waren zu Fuß in die Stadt gezogen. Sie hatten sich schon warmgetanzt. Viele Leute blieben stehen und schauten dem lustigen Treiben mit viel Freude zu. Es wurde getanzt und gesungen, ich hab natürlich am aller-, allerlautesten gesungen und nun hab ich den Salat, heut ist meine Stimme weg. Dann kamen auch noch die Faschingsnarren aus dem Hort mit viel Radau. Gemeinsam schallte unser Schlachtruf über den Markt „ Zicke, zacke, Zicke, zacke – hui, hui, hui, Hühnerkacke, Hühnerkacke – pfui, pfui, pfui, Kinderwagen, Kinderwagen, schieb, schieb, schieb, Pfiffikus oder Neustadt – Hellau.“ Wir zogen dann gemeinsam wieder ins Kinderhaus, diesmal allerdings zu Fuß. Auch in das ein oder andere Geschäft sind wir mit Jubel, Trubel und Konfetti hereingeschneit. Ich wollte dann aber doch noch ins Kinderhaus, denn unterwegs habe ich erfahren, das alle auch schon Pfannkuchen und Brezel vernascht hatten – und in meinem kleinen süßen Schnabel und in mein kleines dünnes Bäuchlein - war noch gar keiner gewandert. Das musste sich natürlich schnell ändern. Für meine Kleinen war´s noch nicht vorbei, eine richtige Stuhlpolonaise, fetzige Musik, Konfetti, Luftschlangen, Ballons und kleine Naschereien gehörten auch noch zum Programm.
Ich bin dann noch mal so gegen 12.30 Uhr durch mein Nest gerauscht, da lagen sie alle auf ihren Matten und schliefen tief und fest.
Ein schöner Tag in meinem Nest war wieder einmal vorüber, ich glaub ich werd mich jetzt auch mal wieder hinlegen , schlafen und einen Halswehtee trinken, denn ohne Stimme, das geht ja für einen Pfiffikus wie mich gar nicht.
Wir hörn uns dann mal wieder – bis bald euer Faschingspfiffikus.