Hallo, hallöchen hier bin ich mal wieder, der Rabe Pfiffikus vom gleichnamigen ASB-Kinderhaus. Ich kann euch sagen, bei mir im Nest war in der letzten Zeit ganz schön was los. Ein Termin jagte den anderen. Erst der Spatenstich für mein neues Nest mit prominenten Gästen und gleich danach das Abschlussfest für meine Vorschulpfiffiküsse.
Ja,ja, es heißt für mich mal wieder Abschied nehmen. Lange genug hatte ich sie unter meinen Fittichen. Nun sind sie aber flügge geworden und müssen raus. Ich brauche ja schließlich Platz für die Neuen. Obwohl, vermissen werde ich sie schon!
Lange haben sich die Vorschulgruppen auf ihr Zuckertütenfest gefreut. Am 14. Juni war es dann endlich soweit. Fleißige Helfer hatten alles für den letzten großen Höhepunkt vorbereitet. Noch wussten meine Pfiffiküsse nicht so richtig, was dieser Tag für Überraschungen bereithält.
Obwohl uns das Wetter einen Strich durch unseren Plan machen wollte, ließen sich meine nun schon großen Pfiffiküsse aber nicht entmutigen und starteten fröhlich und erwartungsvoll gegen 8Uhr zu ihrer Wanderung. Ich habe in der Zwischenzeit noch einmal Wolken geschoben. Und wie es sich später herausstellen sollte, hatte es sich gelohnt.
Frühstück gab es unterwegs in freier Natur. Gut gestärkt ging es weiter bis zur Gold- und Mineralienerlebnisstätte in Berthelsdorf. Meine Pfiffiküsse erfuhren viel Interessantes über den Hohwald, seinen Reichtum an Mineralien und Bergkristallen und über einen Berggeist, der noch in einem Stollen leben soll. Sie durften sogar selbst Mineralien waschen und ihren Schatz mit nach Hause nehmen. Nach dem Rundgang durch die Erlebnisstätte mit seinen vielen kostbaren und seltenen Steinen gab es in der Gaststätte „Zum Erbgericht“ein leckeres Mittagessen.
Die Geschichte vom Berggeist ging meinen Pfiffiküssen nicht mehr aus dem Kopf. So machten sie sich auf den Weg in den Wald, wo der Berggeist zu finden sein sollte. Tatsächlich konnten sie mit Hilfe sein Versteck ausfindig machen. Wie wird er wohl sein? Wird er verärgert sein, wenn er in seiner Ruhe gestört wird? Aber sie hatten Glück. Der Berggeist zeigte sich, erzählte vom Schatz seines Großvaters und hatte sogar die Schatzkarte mit dabei. Schnell fanden meine Pfiffiküsse (Sie heißen ja nicht umsonst so.)den Schatz, den der Berggeist mit allen teilte.
Doch was war das? Plötzlich erschien im Wald ein armes, altes Mütterchen. Sie war auf der Suche nach Brennholz. Alle Kinder halfen beim Sammeln und erhielten als Lohn Kuchen und Wein. Äh, ich meine Tee.
Bald aber hieß es, vom Berggeist Abschied nehmen, denn bis zum Kinderhaus war es noch ein ziemlich weiter Weg. Groß war dann die Freude, als am Waldrand zwei Pferdekutschen warteten. So konnten sich meine kleinen Wanderer vom langen Laufen etwas erholen. Ich glaube, ich habe sie sogar das eine oder andere Liedchen trällern hören.
Bei der Ankunft im Kinderhaus fragten sie sich langsam, wo denn nun eigentlich die Zuckertüten sind. Bisher hatten sie nämlich noch nicht eine einzige entdecken können. Schließlich kamen sie dann alle zu mir ans Nest. Ich sollte es nun wieder wissen. Dabei hatte ich nur gerade so gar keine Zeit, da ich voll euphorisch im Baustress war. Ja gut, ich habe sie ein bisschen an der Nase herumgeführt. Aber nachdem sie alle meine Aufgaben gelöst hatten, konnten sie mit Hilfe eines Puzzles das Versteck finden. Die Freude war natürlich groß, als jeder seine Zuckertüte in der Hand hielt.
Bald roch es auch ganz lecker nach Grillwürstchen. Die hatten sich jetzt auch alle verdient.
Noch ein kleiner Abendspaziergang zur Kletterspinne und dann …. Ja, was dann? Ihr meint, Gespenster und Hexen gibt es nicht? Meinen Pfiffiküssen sind sie auf dem Rückweg ins Kinderhaus begegnet. Alle, also fast alle waren ganz mutig! Im Birkenwäldchen hatten sie ein Lagerfeuer entzündet, wo meine Nachtschwärmer zum Abschluss gemütlich bei Knüppelkuchen saßen und einer Gespenstergeschichte lauschten. Schließlich hatten sich die Gespenster und Hexen auch noch ein paar Streiche für die Erzieherinnen ausgedacht. Da ging noch einmal die Post ab. Aber nun wurde es auch wirklich Zeit, ins Bett zu huschen. Doch so einfach war das nicht, denn ein verirrter und total verwirrter Geist hatte überall sein Unwesen getrieben. Aber meine Vorschulpfiffiküsse brachten gemeinsam alles wieder in Ordnung. Dann kuschelte sich jeder schnell in sein „Nest“ . Und nicht lange, da schliefen alle schon ganz tief und fest.
Bei meinem Rundflug am nächsten Morgen hörte ich ganz oft, dass das Fest echt schön war. Vielen, vielen Dank an alle fleißigen Helfer vor allem der Familie Pehse, dem Bergbau- Traditionsverein Hohwald e. V. und den Pferdekutschen der Familie Lange und Rumsauer, die geholfen haben, dass der 14. Juni ein Tag voller Überraschungen geworden ist!