Wir malen gern. Manchmal tun wir dies einfach aus der Fantasie heraus. Manchmal zeichnen das, was wir sehen. Als Freitagsreporter halten wir fotografisch das Tun unserer Freunde während der Angebote im Hort fest. Dazu schreiben die Reporter einen kleinen Bericht. Wir dokumentieren sozusagen das Geschehen, so dass man in den Wochen darauf noch nachvollziehen kann, was gemacht wurde. Kennt ihr Herrn Hellmut Fuchs? Der gebürtige Stolpener und Ehrenbürger der Stadt lebte von 1913 bis 2002. Bekannt wurde er durch seine Wandmalereien und Gemälde. Aufgepasst! Wenn ihr genau hinschaut, findet ihr auf all seinen Bildern einen Fuchs. Dieses Tier zu zeichnen ist gar nicht so einfach. Wir haben es ausprobiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten war auf unseren Bildern, ein ganzes Rudel zu sehen. Dabei ist der Fuchs gar kein Rudeltier, sondern ein Einzelgänger. Herr Fuchs war nicht nur Maler, sondern auch Fotograf. Mit einer kleinen Kamera ausgestattet, hielt er das alltägliche Leben seiner Heimat fest. Einige seiner Fotografien sahen wir in der Ausstellung Leute, Leute, Leute ? (Geschichten aus Stolpen) im Alten Amtsgericht Stolpen. Herr Schiekel erklärte uns die alte Kameratechnik, die Herr Fuchs damals nutzte. Die meisten von uns hatten noch nie so ein über 100jahre altes Geräte in der Hand. Wir durften sogar durch den Sucher schauen und den Zoom ausprobieren. Es ist sehr spannend, wie man mit Licht und Film das Geschehen in einem Bild festhalten kann. Anschließend führte uns Frau Klinger durch die Stadt Stolpen und zeigte verschiedene Orte, an denen Herr Fuchs Spuren hinterlassen hatte, z.B. das Bild von der Burg im Rathaus, darauf suchten wir natürlich nach dem Fuchs. Wir liefen zu seiner Schule und seinem Geburtshaus. Besonders beeindruckend war das Gemälde vom Stadtbrand. Zum Schluss besuchten wir die Stolpener Stadtkirche. Herr Fuchs hat an der Erneuerung aller Malereien mitgewirkt. Selbst hier könnt ihr ein Selbstportrait und einen Fuchs finden. Vielen Dank für die interessanten Erläuterungen und die Führung. Übrigens malte Herr Fuchs auch in unserem Heimatort ein großes Wandbildnis in der ehemaligen Gaststätte ,,Grüne Aue,, im Niederdorf. Wir betätigten uns natürlich selbst auch als Künstler. Zunächst malten wir ein Bild ohne jegliche Vorlage, einfach so aus der Fantasie heraus. Später schufen wir aus Milch und Lebensmittelfarbe wunderschöne Farbverläufe, die wir auf einem Blatt Papier trocknen ließen. Am Ende der Woche ließen wir lauter Farbtupfer in den Himmel steigen. Die Luftballons waren ein Gruß an unsere leider verstorbene Kita-Leiterin Frau Wandkowski (Tante Betti). Es wäre ihr letzter Arbeitstag gewesen. Ihr zu Ehren pflanzten wir einen Apfelbaum und brachten ein Straßenschild Betti-Wandkowski-Weg? auf dem Kindergartengelände an. Auch wenn die Gedenkfeier einen traurigen Anlass hatte, wurde sie fotografisch festgehalten. Die Bilder und einige Gedanken dazu stehen nun in unserer Kindergartenchronik. Die Fotografen und Künstler aus Langenwolmsdorf