Als ich mal wieder eine Runde im Kinderhaus drehte, entdeckte ich in der Milde-Gruppe eine eigenartige Maschine. Am Aushang konnte ich lesen, dass mittwochs immer Obsttag ist. Aber was hatte denn diese Maschine mit Obst zu tun? Also habe ich mal ganz genau zugehört und -gesehen. Ich beobachtete, wie die Kinder ganz eifrig Obst schnitten. Äpfel, Birnen, Mandarinen und Bananen. Auch Nüsse, Hasel- und Wallnüsse, die einige Kinder mitgebracht hatten, fehlten nicht. Dann zeigte die Erzieherin einen Beutel mit Körnern. Hm, da lief mir ja gleich das Wasser im Mund zusammen! „Was ist das denn?“ war die Frage. Nach einigem Raten kamen sie darauf, dass es eine Getreidesorte ist – Buchweizen. Zuerst hat jeder ein Körnchen betrachtet, gefühlt und gekostet. Die Gesichter sahen nicht so aus, als ob es ihnen geschmeckt hätte. Nun ging es an die komische Maschine. Ich erfuhr, dass es ein Flocker ist, den die Kinder der Einrichtung für die Herstellung eines gesunden Frühstücks nutzen. Ach ja – ich erinnerte mich. Dieses Gerät hatte ich ja schon beim Familientag im Sommer gesehen. Da konnte man aus Hafer Haferflocken machen. Diesmal war es Buchweizen. Die Körner wurden geschrotet. Sieht irgendwie anders aus als Haferflocken. Naja ist ja auch ein anderes Getreide. Aber auch das schmeckte noch nicht. Jetzt gab es noch Schlagsahne, Honig, Obst und Nüsse dazu – alles kräftig umgerührt – und? Ah! Jetzt hörte ich ein vielstimmiges „Hm!“ Das war ein leckeres Müsli. Fast alle haben ihre Schüsseln bis zum letzten Krümelchen leer geschleckert. Das restliche Obst wurde auch noch verputzt. Die kleinen Bäuche waren gut gefüllt. Wie verdaut man am Besten? Jawohl - mit Bewegung. Und das wussten die Kinder auch. Darum beeilten sie sich, um schnell noch im Garten toben zu können.
Für mich war es Zeit, wieder aufzubrechen. Ich bin gespannt, was ich das nächste Mal erlebe!