Wusstet ihr, dass der erste Detektiv der Welt zunächst selber ein Dieb war? Nach mehreren Gefängnisaufenthalten wollte Eug?ne Francois Vidocq (1775 1857) sein Leben bessern und bot der Polizei seine Dienste an. Er ließ sich freiwillig ins Gefängnis bringen und horchte seine Mitgefangenen aus, um Informationen über bisher ungeklärte Verbrechen zu sammeln. Nach einer (vorgetäuschten) Flucht arbeitete er als Geheimagent für die Polizei. Vidocq gründete nicht nur die wohl erste private Detektei der Welt (1833), sondern führte einige Ermittlungsverfahren ein, die noch heute zur Arbeit der Polizei und von Detektiven gehört Verbrecherkarteien (Personenbeschreibung, frühere Verbrechen, typische Vorgehensweisen usw.), Tatortuntersuchungen (Suche nach Spuren), Spurensicherung (u.a. Vergleich von Fußabdrücken am Tatort mit den Schuhen des möglichen Täters) und Ballistik (Vergleich der Pistolenkugel mit der möglichen Tatwaffe). Sein Leben war die Vorlage für mehrere Romane. Auch wir mögen Detektivgeschichten und verfolgten gespannt während der Ferien die Ermittlungsarbeit der Kinder im Hörspiel Die drei ??? Kids Der singende Geist? und im Kinofilm Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs?. Vielen Dank an die Mitarbeiter der Stadtinformation Stolpen, die uns den Film im Alten Amtsgericht vorführten. Wir wurden auch selbst als Ermittler tätig. Fotoausschnitte führten uns kreuz und quer über das Kita- und Schulgelände zu einem Schatz. Wir nahmen unsere Fingerabdrücke. Wer hat seine auf einen Trinkglas hinterlassen??? Obwohl jeder Mensch eigene typische Rillenstrukturen an den Fingern hat und sich darin sogar Zwillinge unterscheiden, war es gar nicht so einfach, die Abdrücke der richtigen Person zuzuordnen. Wir untersuchten einen Schuhabdruck, gossen ihn mit Gips aus und verglichen ihn nach Größe, Muster und Gebrauchsspuren mit unseren Schuhen. Unter dem Mikroskop betrachteten wir kleinste Beweise, wie Spucke, Pulverreste und Fingerabdrücke. Wer kann Hinweise lesen und versteckte Botschaften verfassen? Mit unsichtbarer Tinte schrieben wir Briefe. Wisst ihr, was sich dafür eignet? Milch! Ein heißes Bügeleisen färbt sie braun. Mit verschiedenen Codes kann man auch Nachrichten verschlüsseln. So kommt ihr nie hinter unsere Geheimnisse. Die cleveren Detektive aus Langenwolmsdorf