Kita Schlumpfenland
ASB Ortsverband
Neustadt/Sa. e.V.

Kommende Termine

Kita Schlumpfenland

Von Geistern, Hexen und umherirrenden Lichtern

Am 31.Oktober ist u.a. in Sachsen Reformationstag. Seit einigen Jahren feiern viele an diesem Tag aber auch Halloween. Dabei ist es gar kein deutscher Brauch. Ursprünglich begingen die Kelten in Irland Samhain (eine Art Erntedank zum Ende des keltischen Jahres). Ihrem Glauben nach suchen die Toten an diesem Tag nach Menschen, die im nächsten Jahr sterben würden. Um die bösen Geister zu vertreiben, verkleideten sich die Kelten furchterregend und es wurden große Feuer angezündet. Zusätzlich wollte man mit kleinen Gaben die Geister besänftigen. Zu Halloween ist es Brauch, Kürbisse auszuhöhlen und Lichter hineinzustellen. Dass das gar nicht so einfach ist, merkten wir, als wir es selbst probierten. Mit viel Kraft und noch mehr Geduld entstanden lustige und gruselige Windlichter. Aus den Restern der Kürbisse kochten wir leckere Marmelade. Außerdem verwandelten wir alte Gläser mit Hilfe von Papier und Mullbinden in Geisterlichter. Warum leuchten zu Halloween überall Kürbisse? Sind dies die Feuer der Kelten? Nur in Klein? Der Sage nach wollte der Teufel am Abend vor Allerheiligen (All Hallows Eve) einen Hufschmied namens Jack in die Hölle holen, da dieser viel trank und oft betrog. Jack bat den Teufel, einen letzten Drink in der Bar zu nehmen. Da keiner von beiden Geld bei sich führte, verwandelte sich der Teufel in eine Münze. Diese steckte der Hufschmied in die Tasche zu seinem Kruzifix (Kreuz). So war der Teufel gefangen. Jack entließ ihn erst, nachdem dieser versprach, ihn zehn Jahre in Ruhe zu lassen. Nach dieser Zeit kam der Teufel erneut. Wiederum trickste der Mann ihn aus. Er bat den Teufel, ihm einen Apfel vom Baum zu holen, da er Hunger hätte. Schnell ritzte Jack ein Kreuz in den Stamm. Wiederum war der Teufel gefangen. Erst nach dem Versprechen, Jacks Seele für immer in Ruhe zu lassen, wurde dieser befreit. Jahre später starb der Hufschmied. Er klopfte an die Himmelspforte. Aufgrund seines schlechten Lebensweges wurde er jedoch abgelehnt. In die Hölle konnte er auch nicht. So war seine Seele dazu verdammt, in der Finsternis zu verweilen. Der Teufel hatte Mitleid und schenkte ihm eine glühende Kohle. Jack bewahrte diese in einer ausgehölten Rübe auf und irrt so vielleicht noch heute durch die Dunkelheit. Gruselige Sagen gibt es auch in unserer Heimat. Frau Leupold führte uns durch Pirna und erzählte uns ein paar davon. Oft handelten sie von der Zeit der Pest. Um sich die vielen Todesfälle erklären zu können, spannen die Menschen Geschichten darum. Frau Leupold forderte uns immer wieder auf, zu überlegen, was an der Sage wahr sein kann und was erfunden ist. Haben Menschen oder Tiere übersinnliche Kräfte? Können sie andere verzaubern? Sind sie vom Teufel besessen, wenn sie unrechte Dinge tun? Im Film Die kleine Hexe (nach der Erzählung von Ottfried Preußler)geht es darum, ob es auch gute Hexen geben kann. Die Titelheldin nutzt ihre Zauberkraft, um anderen zu helfen und die bösen Hexen zu vertreiben. Magische oder unerklärliche Kräfte können so schön sein. Die Hortkinder aus Langenwolmsdorf