Danke! Wir sind gern wie Gänse. Das sind nämlich ganz soziale Tiere. Bei ihren weiten Flügen in den Süden unterstützen sie sich gegenseitig. Sie wechseln sich an der Spitze immer wieder ab, so dass sich jede einmal im Windschatten aufhalten und etwas ausruhen kann. Wenn eine Gans erkrankt und nicht mehr mitfliegen kann, bleiben zwei gesunde Tiere zurück, die die Kranke pflegen, bis diese stirbt oder soweit gesundet, dass sie den Flug fortsetzen kann. Was hat das mit uns zu tun? Auch wir können krank werden. Wer kümmert sich dann um uns? In der zweiten Ferienwoche besuchte uns Frau Denzig gemeinsam mit ihren Handpuppen Tom und Oma Elfriede. Die Oma war sehr vergesslich und hatte Schwierigkeiten, sich ihre geliebte Erdbeermarmelade für das Frühstück zu besorgen. An was nicht alles für einen Einkaufstag gedacht werden muss - ein stärkendes Frühstück, die passende Kleidung, die richtige Uhrzeit, der Wohnungsschlüssel, die Einkaufsliste ... Was ist, wenn die Gedanken wie Seifenblasen zerplatzen und sich die Oma nicht mehr daran erinnert, was sie und wie sie etwas tun wollte? Während der gesamten Woche näherten wir uns auf spielerische Weise dem Thema Demenz. Wie äußern sich unsere Gefühle? Wie nehmen wir unsere Umgebung wahr? Wie funktioniert unser Gehirn? Was macht unsere Persönlichkeit aus? Beruf und Lebenslauf? Was ist, wenn wir an Demenz erkranken? Was ist, wenn wichtige Gedanken wie Seifenblasen zerplatzen? Zum Abschluss der Ferienwoche besuchten wir das Pflegeheim in Neustadt. Vielen Dank an Herrn Kowalow und seine Mitarbeiter, die uns einen Einblick in die Betreuung pflegebedürftiger Menschen gewährten. Nachdem wir vor den Heimbewohnern ein kleines Programm aufgeführt hatten, sahen wir uns ein Pflegebad, den Therapieraum, das Schwesternzimmer, den Wäscheraum und ein Bewohnerzimmer an. Wir lernten verschiedene Geräte und Einrichtungen kennen, die die Pflege erleichtern den Badewannenlift, die Wanne mit Tür, das Pflegebett, den Notfallknopf, das Sortiersystem bei der Wäsche und den Medikamenten, ... Es ist schön zu wissen, dass da jemand ist, der sich kümmert, wenn ein Mensch Hilfe braucht. Eben wie bei den Gänsen.Die Hortkinder aus Langenwolmsdorf