Hallo, ihr lieben Leute – wie versprochen gibt es wieder einen Reisebericht von der Milde-Gruppe aus dem Altbau meines Kinderhauses! Ich habe ja schon erwähnt, dass ich meine Flügel ganz schön anstrengen muss. Und ich kann euch sagen – das waren ganz schön weite Strecken, die ich flattern musste. Z.B. nach Dresden auf die Fischhausstraße. Dort besuchten wir die Tierklinik von Dr. Pfeil. Frau Dr. Buder, eine unserer Muttis, zeigte uns alle Räume und ihre Patienten. Von der Anmeldung zum MRT-, CT- und Röntgenraum bis zur Physiotherapie und sogar in den OP-Saal durften wir! Das klingt alles wie bei den Menschen. Doch die Patienten waren Hunde und Katzen. Das war soooo spannend, sag ich euch. Wir erfuhren, dass dort auch schon große Schlangen und Tiger behandelt wurden – stellt euch das mal vor! Frau Buder hat uns alles erklärt. Wir haben beim Blutabnehmen zugeschaut, eine Untersuchung von Hündin Billy miterlebt, die extra für uns gekommen ist. Da durften wir durch das Stethoskop mal die Herztöne hören. Wir beobachteten Isi, Uschi und Milan in der Physiotherapie. Faszinierend war das Unterwasserlaufband. Da durften wir Uschi sogar selbst Leckerli geben. Und die anderen beiden streicheln und mit Leckerli verwöhnen. Vielen Dank, lieber Herr Dr. Pfeil, liebe Frau Dr. Buder und liebes Team – es war ein unvergessliches Erlebnis!
Aber das war ja noch nicht alles. Schon 2 Tage später marschierten wir zu Capron (da brauchte ich mich mal nicht so anstrengen). Da arbeitet ein Vati aus unserer Gruppe. Dort hat uns Herr Kramer den ganzen Betrieb gezeigt. Der ist ja riesig! Und diese vielen tollen Maschinen! Zuerst zogen wir so schöne leuchtende Westen, die waren zwar ziemlich groß für uns, aber ganz wichtig, damit wir gut zu sehen sind, denn dort sind ja auch Fahrzeuge unterwegs. Wir erfuhren, welche Fahrzeuge dort hergestellt werden – z.B. die Wohnmobile Sunlight und Carado, die Selbstfahrenden. Aber auch Wohnanhänger laufen dort vom Band. Ja und das buchstäblich. Denn während die Männer und Frauen dort arbeiten, laufen die Mobile ganz langsam auf einem Band voran. Spannend – echt. Von A – Z erlebten wir, wie die Fahrzeuge hergestellt werden. In der Tischlerei des Werkes gab es so eine Maschine, die Holzteile ausschneidet - naja in der Fachsprache heißt das anders, aber ich kann mir ja auch nicht alles merken. Jedenfalls kann die auch Blumen und Teddys aus Sperrholz aussägen. Die durften wir dann mit nach Hause nehmen! Toll! Es war so spannend und es gab so viel zu sehen und zu hören, dass wir gar nicht merkten, wie die Zeit verging und plötzlich waren wir wieder am Anfang. Vielen Dank, lieber Herr Kramer, dass Sie uns das alles so super erklärt haben!
Und am 12.4. musste ich mich wieder mächtig ins Zeug legen und düste dem Zug nach Pirna hinterher. Dort waren die Kinder mit Frau Müller – auch eine Mutti – verabredet. Im PEZ staunten wir, dass es so viele Bowlingbahnen gibt. Es sah alles ganz cool aus – um es mal im Kinderjargon auszudrücken. Und dann wurde keine ruhige Kugel geschoben, sondern es ging heiß her. Fast wie die Profis! Und ich muss zugeben, die Jungs hatten hier ganz klar die Nase vorn. Am Ende waren irgendwie alle Sieger, denn niemand hatte eine 0 auf seiner tollen Urkunde stehen, die Frau Müller uns überreichte. Ach übrigens wusstet ihr schon, dass die Kegel beim Bowling nicht Kegel sondern Pins heißen? Ich nicht! Nach der Anstrengung wurden wir mit Pommes und Getränken verwöhnt. Lecker sag ich euch! Und schon war die Zeit um und wir bestiegen Bus und Bahn Richtung Heimat. Herzlichen Dank, liebe Frau Müller, dass Sie das für uns möglich gemacht haben!
Bald werde ich mich wieder melden – denn wir haben noch einiges vor!!