Unser Ferienprojekt der ersten Woche hieß „Der Monat Februar“. Er ist ein besonderer Monat – der kürzeste des Jahres, mal mit 28, mal mit 29 Tagen. Im römischen Kalender beendete er ursprünglich das Jahr. Bereits im 2. Jhd. v. Chr. wanderte er auf Platz zwei der Monatsliste. Er ist nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt. Für uns ist das alles nebensächlich. Wir freuten uns auf den Fasching und die Winterferien. Am Montag schmückten wir in Vorfreude auf das bunte Treiben unsere Zimmer. Wir bereiteten Gummibärcheneiswürfel zu und setzten Kinderbowle an. Zur Faschingsfete besuchte uns Tante Resi (Frau Leupold von krea(k)tiv). Sie hatte einige lustige Spiele und reichlich Bonbons im Gepäck. Der Karnevalsverein Langenwolmsdorf holte uns zu einer Polonaise in den Horträumen ab – „Lawodo Zin Zin“. Vielen Dank an alle Mitwirkenden für den lustigen Vormittag. Die Faschingsursprünge liegen wahrscheinlich in Riten unserer Ururahnen. Sie vertrieben damit den Winter und begrüßten die ersten Frühlingsboten. Wir feierten wohl zu toll. Kaum ein Krümel Schnee bekamen wir diese Woche zu Gesicht und wenn sich schon mal eins aus den Wolken wagte, taute es gleich wieder. Wir wussten uns zu helfen. Wenn Frau Holle ihr Betten nicht schüttelt, dann machen wir es eben selbst. In der Turnhalle trafen wir uns zu einer großen Kissenschlacht. Medizinbälle verwandelten sich in Schneekugeln, die wir zu Schneemännern stapelten. Rollbretter dienten als Schlitten, Handtücher als Schneeschuh. Damit unsere Räume zumindest winterlich geschmückt sind, bastelten wir Schneeflocken und –männer aus Papier. Wie ist es eigentlich normalerweise im Winter?! Gemeinsam überlegten wir, wie sich unsere Haus- und Nutztiere in der kalten Jahreszeit verhalten. Eine Schildkröte überwintert schon mal im Kühlschrank. Unsere Kaninchen können nicht in ihr Laufgitter auf der Wiese. So kam der Winter trotz des Schneemangels zu uns Hortkindern in Langenwolmsdorf.