Man, man, man, habe ich vielleicht pfiffige Kerlchen in meinem Nest! Das muss ich euch erzählen:
Der Umzug in den neuen Kindergarten stand bei meinen Pfiffiküssen vor der Tür und die Kinder der ältesten Gruppe hatten schon all ihre Spielsachen in große Kisten verpackt. Die Schränke waren alle leer und nun kam die Nachricht: Der Umzug wird verschoben!
Womit sollten meine armen Kleinen denn nun spielen, dachte ich?! Würden sie sich etwa die nächsten Wochen nur langweilen? Aber, weit gefehlt!
Mit Hilfe von Eltern und Erziehern wurde besprochen, womit man sich denn noch beschäftigen kann, wenn keine Spielsachen da sind.
Auf einmal war das große Bastelfieber ausgebrochen. Aus Kisten, Pappröhren und Papptellern wurden plötzlich Autos, Schiffe, Fernrohre oder Murmelbahnen. Aus zwei selbstgemalten Bildern und einer Pappe entstand ein Tischtheater, alte Postkarten und Kalender wurden zu Puzzle und unsere Hochebene kurzerhand zum Webrahmen umfunktioniert. Jeder hatte zu tun, werkelte, tüftelte und klebte.
Dann fragte jemand: Womit haben eigentlich Oma und Opa früher gespielt, sie hatten doch auch nicht so viel Geld für Spielsachen?!
Am nächsten Tag sah ich meine Kinder Gummihopse machen, mit selbstgebastelten Wollpüppchen hantieren oder ein strategisches Knopfspiel spielen. Meine Lieben sprudelten nur so vor Ideenreichtum und Kreativität!
Irgendwann stellten sie dann fest: Wir brauchen eigentlich gar nicht unbedingt unser Spielzeug! Es macht doch viel mehr Spaß sich mit selbstgemachten Dingen zu beschäftigen!
Ich, der Rabe Pfiffikus, glaube, sie haben Recht!
Vielleicht macht ihr es ja mal nach und schickt euer Spielzeug einfach eine Zeit lang in den Urlaub!
Genau solche pfiffige Ideen wie meine großen Vorschulkinder hatten,
wünscht Euch,
der Rabe Pfiffikus, aus dem gleichnamigen ASB- Kinderhaus!