Kita Kleiner Bahnhof
ASB Ortsverband Neustadt/Sa. e.V.

Kita Kleiner Bahnhof

"Kitas retten" - Gemeinsam für die Zukunft der frühkindlichen Bildung

Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 35 Grad versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter sozialer Träger vor dem Sächsischen Landtag in Dresden, um ein deutliches Zeichen für den Erhalt der Kindertagesstätten zu setzen. Eingeladen hatte die GEW, der Paritätische Wohlfahrtsverband und viele weitere Verbände. Neben vielen weiteren sozialen Akteuren beteiligte sich auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit seinen Kindertageseinrichtungen an der Demonstration unter dem Motto „Kita retten“

Anlass der Kundgebung waren die Beratungen zum sächsischen Landeshaushalt. Neben einer Rede des Kultusministers richteten auch Vertreter verschiedener demokratischer Parteien ihre Worte an die Demonstrierenden. Doch nicht nur den politischen Stimmen wurde Gehör geschenkt. Die Fachkräfte aus den Kindertagesstätten nutzten die Gelegenheit, ihre eigenen Anliegen und Erfahrungen öffentlich zu machen.

Im Mittelpunkt stand die Sorge um die Zukunft der Kitas. Sinkende Kinderzahlen führen zunehmend dazu, dass Einrichtungen von Schließungen bedroht sind. Gleichzeitig geraten die Kommunen finanziell immer stärker unter Druck und können den Erhalt der bestehenden Betreuungslandschaft vielerorts kaum noch sichern, insbesondere im ländlichen Raum.

Die Botschaft der Demonstrierenden war eindeutig! Kindertagesstätten dürfen nicht allein nach wirtschaftlichen Kennzahlen bewertet werden. Sie sind Orte der Bildung, Erziehung und Begleitu

ng von Familien und damit ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Keine andere Bildungseinrichtung begleitet Familien so früh und so intensiv wie die Kita.

Seit vielen Jahren leisten Kindertagesstätten einen entscheidenden Beitrag zur Prävention. Investitionen in die frühkindliche Bildung stärken Kinder und Familien nachhaltig und können dazu beitragen, spätere soziale Problemlagen zu verhindern oder zumindest deutlich zu reduzieren. Aus Sicht der pädagogischen Fachkräfte sollte Prävention sogar noch früher beginnen und zwar bereits in der Begleitung werdender Eltern. Eine frühzeitige Unterstützung von Familien schafft Orientierung, stärkt Erziehungskompetenzen und hilft dabei, den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft besser zu begegnen.

Die zentrale Forderung lautet daher! Nicht kürzen, sondern investieren. Jeder Euro, der heute in Familien und frühkindliche Bildung fließt, ist eine Investition in die Zukunft und kann langfristig hohe gesellschaftliche Folgekosten vermeiden.

Besonders wertvoll war an diesem Tag das gemeinsame Auftreten aller Träger. Konkurrenz spielte keine Rolle. Stattdessen standen Solidarität, Zusammenhalt und das gemeinsame Ziel im Mittelpunkt. Den Erhalt einer vielfältigen Kita-Landschaft und die Sicherung qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung, für alle Kinder und Familien in Sachsen.

Gemeinsam können wir für unsere Kinder eintreten. 

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