Am vergangenen Mittwoch fuhren wir schon in aller Frühe in die Landeshauptstadt Dresden. Für uns ging es an diesem Tag in den Zoo. Der Dresdner Zoo ist einer der ältesten Zoo in ganz Deutschland. Unweit des großen Gartens beherbergt er auf ungefähr 13 Hektar Fläche mehr als 200 verschiedene Tierarten. Ausgerüstet mit dem Zooplan ging das Erkunden sogleich los.
Gleich zu Beginn besuchten wir das Afrikahaus, in dem die Mandrill mit ihren bunt gefärbten Gesichtern und den scharfen Eckzähnen für Staunen sorgten. Sie hatten unlängst Nachwuchs bekommen und die kleinen Äffchen zeigten uns geschickt ihre Kletterkünste. Auch leckeres Essen lag parat und ein Mandrill zog es vor, die Porreestange wie eine Banane zu schälen. Die Elefanten waren an diesem Tag bereits draußen und drehten ihre Runden. Obwohl diese Tiere mit mehr als 3 Metern Höhe wahrlich nicht klein sind, haben sie dennoch etwas sehr Sanftmütiges an sich. Der ein oder andere hätte hier sicher noch länger verweilen können. Aber etwas weiter wartete schon eine anmutige Löwin auf uns. Sie hatte es sich auf dem großen Steinen gemütlich gemacht und ruhte sich aus. Da wollten wir nicht stören und zogen weiter zu den Zebras und Giraffen. Hier konnten wir jede Menge Wissen über die Tiere erfahren. Wusstest ihr, dass eine Giraffenzunge ganze 50 cm lang sein kann und blau gefärbt ist? Wie beweglich die Zunge ist, zeigten uns die Tiere beim genüsslichen Fressen. Bei den Gundi im Giraffenhaus hatten wir hierfür einen guten Überblick über die schön gestaltete Anlage.
Auge in Auge standen wir ein wenig später einem großen Goldtakin mit seinen mächtigen Hörnern gegenüber. Er war nur durch eine dicke Scheibe von uns getrennt und blickte uns freundlich an. Bis zu 350 kg können diese Tiere wiegen und wirken durch ihren gedrungenen Körperbau sehr imposant. In freier Wildbahn würden wir sicher nicht so entspannt in einem Meter Abstand stehen.
Nach unserer Mittagspause besuchten wir das Orang-Utan-Haus. Hier war es angenehm warm. Kein Wunder, denn eine riesige Netz-Python macht es sich hier ebenso gemütlich wie Riesenschildkröten und Languren. Im Orang-Utan-Gehege sorgten die Tierpfleger für Ordnung und säuberten alles. Um für die Tiere eine angenehme Luftfeuchte zu erhalten, besprühten sie die Holzspäne mit Wasser. Das Futter wurde in speziellen Spielboxen versteckt, damit der Spaß bei der Futtersuche nicht zu kurz kommt. Die flinken Otter hatten es uns besonders angetan, da sie sehr verspielt und neugierig waren und für den einen oder anderen Quatsch zu haben waren.
Auf der Reise durch die spannende Tierwelt entdeckten wir auch noch viele weitere Tiere und konnten mehr über deren Lebensraum erfahren. Es war ein bisschen, als würden wir die Welt an einem Tag auf einmal bereisen.
Zwischendurch sorgten immer wieder Spielelemente für Abwechslung. So konnten sich die Kinder am angrenzenden Giraffen- und Zebragehege schon mal wie ein paar Äffchen hin- und herhangeln oder direkt neben den Erdmännchen ihr Balanciergeschick unter Beweis stellen.
Viel zu schnell verging die Zeit und es hieß langsam Abschied nehmen und sich auf ein weiteren Wiedersehen zu freuen.