Bei unserem großen Weihnachtskalenderquiz haben wir bemerkt, dass viele unserer Kinder kaum noch etwas über Märchen wissen. Deshalb hören wir sie nun zur Entspannungszeit oder erkunden sie bei den täglichen Leseübungen.
Warum also nicht selbst auch mal ein Märchen machen?!
Mit viel Fantasie wurde aus einer langweiligen grauen Pappkiste ein buntes Puppentheater und aus Holzlöffeln wurden Prinzessinnen, Feuerwehrfrauen, Rumpelstilzchen, Jäger, Rapunzeln, Bräute und Königinnen.
An unserem ersten Winterferientag teilten wir uns also in zwei Gruppen: Jungs und Mädchen. Wir überlegten uns vormittags, welches Märchen wir den anderen denn gern präsentieren wollten. Es wurden Requisiten gebastelt, Texte geprobt und unser Spiel- und Bastelzimmer in ein kleines aber feines Schauspielhaus verwandelt.
Am Nachmittag war es dann soweit für die große Vorstellung:
Die Mädchen hatten sich dafür entschieden, dass in ihrem Märchen das Rapunzel von dem tapferen Prinzen Kevin aus seinem hohen Turm gerettet werden sollte. Leider wurden sie von der hexenden Feuerwehrfrau erwischt und unglücklich getrennt. Da sich das Rapunzel im Schlosse der Königin aber so fleißig beim Arbeiten anstellte, begegnete sie wieder ihrem Liebsten und konnte ihn heiraten.
In der Schneewittchen- Version der Jungen kam es auf Grund der Zuneigung zwischen Schneewittchen und dem Jäger dazu, dass er sie nicht, wie befohlen, tötete, sondern beide fassten den Plan, beim gemeinsamen Backnachmittag mit der bösen Königin, diese im Backteig zu versenken und zu Leckereien zu verarbeiten. So gab es ein Happy End auch ganz ohne sieben Zwerge.
Für alle Puppenspieler und die jeweilige Zuschauergruppe war es eine gelungene und sehr amüsante Vorführung.
So konnten wir alle sehen: Märchen sind nicht verstaubt und schon gar nicht nur was für kleine Kinder! Sie können fetzig sein und riesigen Spaß machen!