Schade, dass Süßigkeiten nicht auf der Wiese wachsen und gesund sind. Dann wäre es sicher ganz einfach, alle Kinder von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass Kräuter unserer Gesundheit von Nutzen sind.
Aber zum Glück haben wir schon viel über eine gesunde Lebensweise erfahren, denn die Konzeption unserer Kindertagesstätte beinhaltet diese Aspekte schon seit Jahren. So sammeln und trocknen wir über den Sommer viele Kräuter, die wir über das ganze Jahr zu einem wohlschmeckenden Tee verarbeiten. Einmal wöchentlich, wenn wir unser gemeinsames Frühstück zubereiten, haben wir schon oft Brunnenkresse oder Gartenkresse verwendet. Aber auch Kapuzinerkresse, Gänseblümchen oder Feldstiefmütterchen, die so schön dekorativ aussehen, fanden den Weg in unsere Küche.
Also unter dem Motto: „Was lange wärt, wird gut“ starteten wir voller Erwartung in einen erlebnisreichen Vormittag. Wir warteten auf die Hinterhermsdorfer Kräuterhexe und wollten viel von ihr lernen. Einige Kinder schauten zwar etwas verwirrt, denn sie hatten sich eine Hexe wahrlich anders vorgestellt. Umso mehr staunten sie, als sie erfuhren, dass schon zu Zeiten der Ritter Kräuter für die Wundheilung, zur Herstellung von Salben oder zur Linderung eines Hustens verwendet wurden. Aber auch Frau Hofmann war überrascht, wie viele Kräuter unsere Kinder schon vom Teesammeln kannten. Unsere schöne große Kräuterwiese, fast vor unserem Haus, lud uns wieder einmal dazu ein, hier und dort ein Blättchen oder ein Blümchen zu pflücken, und wir kochten am nächsten Tag einen leckeren Tee aus frischen Kräutern.
So sind wir erfolgreich und frohen Mutes wieder in eine neue Kräutersaison gestartet und werden bestimmt wieder einiges Neues ausprobieren. Vielen Dank an die Kräuterhexe, wir haben viel gelernt und auch unsere Eltern werden über unser Wissen staunen.
Die Kinder und Erzieherinnen des
ASB Kindergarten „Wachbergzwerge“ Saupsdorf