Eine Reise in die Vergangenheit erlebten wir, die Kinder der ASB-Sozialpädagogischen Tagesgruppe, beim Besuch der alten Hofmühle in Langburkersdorf. Das Gebäude selbst kann auf eine beachtliche Geschichte zurückblicken. Viele Jahre als Mahl- und Sägewerk genutzt, ist das Haus heute ein Museum mit reichlich Schätzen, wie sie früher gängig in Gebrauch waren. Neben der Besichtigung einer Fülle von Landwirtschafts- und Nutzfahrzeugen, erhielten wir auch ganz praktische Einblicke. So versuchten wir uns zum Beispiel an einer Kuhattrappe tapfer im Milchzapfen. Nach etwas Übung hatten einige von uns den Dreh gut raus. Ob eine echte Kuh genauso entspannt dastünde, bleibt fraglich. Wir erfuhren beim Rundgang, mit welch körperlich schwerer Arbeit das Landleben damals verbunden war. Nicht nur auf dem Acker waren Kraft und Ausdauer gefragt, sondern auch bei der Zubereitung von Butter, Sahne oder dem Waschen der Wäsche. Alles war mühsame Handarbeit. Beim Blick in die Wohngemächer konnten wir erahnen, wie früher der Haushalt aussah. Wir erkannten einige Haushaltsgegenstände, wie sie heute noch bei ihren Großeltern zu finden sind. Der selbst gehäkelte Eierwärmer, das Porzellanservice oder die Butterdosen mit schöner Verzierung erinnerten uns alle ein bisschen an die Zeit, als wir bei Oma zum Frühstück saßen. Mit welchen Dingen die Kinder früher spielten, konnten wir beim Anblick der beeindruckenden Spielzeugsammlung erfahren. Wir verglichen altes Spielzeug mit dem, was man aus heutiger Zeit kennt. Mit den Puppenhäusern, Indianern und der schönen Eisenbahn hätten alle auch jetzt noch gern gespielt. Beeindruckend waren auch die ersten Legosteine, die damals noch aus Stein hergestellt wurden. Zu guter Letzt betraten wir noch das Klassenzimmer, wie es in der Vergangenheit aussah und schnupperten etwas Schulluft. Nach einem kräftigen Gutenmorgengruß nahmen wir auf den knarrenden Schulbänken Platz und zückten eine kleine Schiefertafel hervor. Arbeitshefte und Blätter, wie sie heute üblich sind, gab es damals nämlich nicht. Alles wurde handschriftlich erledigt. Beim Blick durchs Klassenzimmer fiel uns die seltsam verschnörkelte Schrift auf. Diese Schrift ist mit der uns bekannten Schreibschrift nicht mehr zu vergleichen. Jeder versuchte auf den Schiefertafeln seinen Namen in Sütterlin-Schrift zu schreiben. Kein leichtes Unterfangen. Aber Spaß hat es dennoch gemacht. Während einige von uns sich gut vorstellen können, wie zu Großmutters Zeiten zu leben, waren andere doch froh über die Neuerungen der Zeit. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Kowalow für die interessanten Einblicke in ein Leben, wie es früher üblich war.