Die erste Ferienwoche neigt sich dem Ende zu und wir packten bei kaltem aber sonnigem Herbstwetter unsere Rucksäcke für einen weiteren Ausflug in die Umgebung. Dieses Mal war die Pfefferkuchenstadt Pulsnitz unser Ziel. Pfefferkuchen haben in Pulsnitz eine sehr lange Tradition. Im Pfefferkuchenmuseum konnten wir uns einen Eindruck machen, wie früher der klassische Pfefferkuchenteig hergestellt, gelagert und verziert wurde. Gewürze wie Zimt, Kardamom, Fenchel, Macisblüte und Muskatnuss werden für den Grundteig verwendet und mit Honig und Sirup abgerundet. Im Museum selbst konnte man von jedem Gewürz eine Duftprobe nehmen. Dabei war nicht jeder Duft für sich ein Genuss. Bei einigen rümpften die Kinder ganz schön die Nase. Die Besonderheit in der Herstellung Pulsnitzer Pfefferkuchen liegt in der langen Lagerung des Grundteiges, der je nach Rezept bis zu mehrere Jahre lang kühl gelagert wird. Auf der sogenannten Brechbank wurde der feste Grundteig daher früher aufwendig per Hand gebrochen. Das Highlight war natürlich die eigene Verzierung von Pfefferkuchenrohlingen mit buntem Zuckerguss. Jedes Kind hatte die Wahl zwischen Herz, Stern und Pfefferkuchenmann. Beim Zuckerguss brauchten die Kinder Geduld und Gefühl für das richtige Kräftemaß. Schlussendlich entstand eine kunterbunte Auswahl leckerer Pefferküchlein, bei denen es schwer fiel, nicht gleich hineinzubeißen.