Mehrgenerationenhaus Sächsische Schweiz
ASB Ortsverband
Neustadt/Sa. e.V.

Kommende Termine

Mehrgenerationenhaus Sächsische Schweiz

Spaziergang auf dem Meeresgrund

Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist als Wanderparadies weithin bekannt. Große und markante Tafelberge aus Sandsteinfelsen, verträumte Täler und Schluchten sind charakteristisch für diese Landschaft und unsere Heimat. In unserem Sommerferienprogramm wollten wir den Nationalpark einmal gemeinsam mit einem Nationalparkführer vom NationalparkZentrum Bad Schandau erkunden und dabei seine Eigenheiten kennenlernen. Wir sind also mit dem Zug nach Kurort Rathen gefahren, wo wir bereits erwartet wurden. Herr Zenker, unser Nationalparkführer, war schon von Weitem anhand seines markanten Hutes zu erkennen und gleich zu Beginn erklärte er uns, was wir heute alles sehen und tun werden. Ziel unserer Runde sollte auf mehreren Höhenetappen der Rauenstein sein ein Tafelberg unweit von Rathen, von dem man Aussichten auf große Teile des Elbsandsteingebirges hat. Zunächst stellten wir aber erst mal pantomimisch den Namen Elbsandsteingebirge dar, wobei unsere Gruppe großen Spaß hatte und sehr kreativ war. Wir lernten anschließend die Eigenheiten des Sandsteines kennen und gingen der Frage auf den Grund, wie die großen Felsen überhaupt dorthin kommen und entstanden sind. Schließlich läuft man in diesen Gebieten tatsächlich auf einem alten Meeresgrund und die Felsen waren einst darin entstanden. Spielerisch stellten wir die Entstehung des Sandsteines nach, indem wir als Gruppe selbst zu einem geworden sind. Verschiedene Einzelbestandteile des Sandes wurden somit unter enormen Druckverhältnissen zu Steinen gepresst, wodurch die heutige Sandsteinlandschaft entstehen konnte. Wir kletterten daraufhin durch die Bärenschlucht, lernten einige Tiere und Pflanzen kennen und tanzten den Steinzeit-Lapadu um eine alte Feuerstelle, der bei einigen noch bis in den nächsten Tag als Ohrwurm hängen geblieben ist. Nach einem erlebnisreichen und abenteuerlichen Aufstieg erreichten wir letztlich das Dach des Elbsandsteingebirges und bestaunten die weiten Aussichten, bevor wir auf der anderen Seite wieder Richtung Tal aufgebrochen sind. Hierbei durften wir unterwegs den Sandstein schmecken und lernten die Sage vom Rathener Mönch und der Nonne kennen. Beendet wurde die Tour an der Rathener Elbe mit einer sächsischen Geschichte, worauf alle zwar schweißgebadet, aber überglücklich die Heimreise angetreten sind. Wir möchten Herrn Zenker nochmal ein großes Dankeschön und Kompliment für diesen tollen Ausflug aussprechen. Das Team MGH war begeistert und die Tour hat selbst unsere Kleinsten dazu motiviert, die insgesamt sieben Kilometer über Stock und Stein aus den Beinen zu schütteln. Das Elbsandsteingebirge zieht eben alle gleichermaßen in seinen Bann und weiß mit seiner Vielseitigkeit zu begeistern. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.