Kompetenzzentrum Demenz
ASB Ortsverband
Neustadt/Sa. e.V.

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Kompetenzzentrum Demenz

Gegen das Vergessen - 2. ASB-Alzheimertag

Bereits zum zweiten Mal lud der ASB OV Neustadt/Sa. e.V. zum ASB-Alzheimertag ein.

Diese Vortragsreihe speziell für pflegende Angehörige von demenzerkrankten Menschen wurde auch von professionell Pflegenden, Ehrenamtlichen und anderen Interessierten besucht.
So wurde der Nachmittag zu einer Möglichkeit des Informierens und des gegenseitigen Austauschs.
Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Alexander Penther wurde von Steffi Bartsch des Begleitetes Wohnen e.V. Dresden die Entstehung und Arbeit des Kompetenzzentrums Demenz als ausführende Stelle der Veranstaltung vorgestellt.

So werden dort Angebote wie Beratungen, die Vermittlung von individuellen Hilfeleistungen, Schulungen und das Café Lichtblicke als Austausch für Angehörige von Menschen mit Demenz vorgehalten.

Frau Bartsch erklärte, dass Demenzerkrankungen die selbstbestimmte und selbstständige Lebensführung häufig tiefgehend gefährden und leider sehr oft mit dem Rückzug von anderen Menschen, mit dem Erleben von Unverständnis, Einsamkeit und Isolation bei den von dieser Erkrankung betroffenen Menschen und auch deren Angehörigen und Nahestehenden verbunden sind.

Durch ihre Ausführungen wurde erneut deutlich, wie groß der Bedarf an solchen Beratungsstellen aufgrund des demografischen Wandels in dieser ländlichen Region ist und dass die Vernetzung zwischen vorhandenen Hilfsangeboten dabei eine zentrale Rolle spielt.



Häufig werden an Demenz Erkrankte die Opfer von Haustürgeschäften und dubiosen Firmen, weshalb Robert Hoyer von der Verbraucherzentrale Sachsen als Referent eingeladen wurde. Er informierte die Gäste über ihre Rechte als Verbraucher und gab sowohl allgemeine als auch auf die Erkrankung bezogene Tipps und Hinweise zum Umgang mit ungewollt geschlossenen Verträgen.



Zur Diagnostik, Behandlung und Prävention von Demenzen hielt Dr. Jan Lange von der Gedächtnisambulanz des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden einen sehr informativen und kurzweiligen Vortrag. Zum Mitmachen luden dabei Gedächtnisübungen wie Bilder- und Buchstabenrätsel ein, welche als Beispiel für die Förderung und den Erhalt der geistigen Fitness dienten.



Den Abschluss gestalteten die zwei Ergotherapeutinnen der ASB-Ergotherapie Sebnitz, welche mit einer kleinen Darbietung sehr anschaulich dazu aufforderten, neben allen Herausforderungen, die eine Demenz mit sich bringt, die nur allzu menschlichen Bedürfnisse nach Anerkennung und persönlicher Entfaltung nicht zu vergessen.

Außerdem wiesen sie eindringlich auf die Rechte von Patienten hin, die in der Pflege-Charta festgehalten sind.



Während der Pausen nutzten die Gäste die Möglichkeit, sich an den Ständen von Mitgliedern des regionalen Hilfsnetzwerkes, z. B. der Malteser, der Knappschaft, der Polizei und des ASB selbst, zu informieren und sich miteinander auszutauschen. So konnten neue Kontakte geschlossen und eigene Erfahrungen weitergegeben werden.



Der 2. ASB-Alzheimertag wurde zum erfolgreichen Schritt auf dem langen Weg, an Demenz erkrankten Menschen bzw. deren Angehörigen zu helfen und die Erkrankung in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.

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