Die erste Sommerferienwoche nutze die Sozialpädagogische Tagesgruppe für einen Ausflug in die Waldhusche nach Hinterhermsdorf. Dort angekommen konnten wir zwischen vier verschiedenen Themenwegen wählen. Wir entschieden uns den Waldabenteuerweg und den Waldkundeweg miteinander zu verknüpfen. Auf dem mehr als 66 Hektar großen Waldgebiet werden den Besuchern Wald und Waldwirtschaft vorgestellt. An verschiedenen Stationen konnten wir zum Beispiel erfahren, welche Wurzelsysteme es gibt, die je nach Bodentyp variieren. Bäume werden in Pfahl-, Flach- und Herzwurzler unterschieden. So sind Kiefer und Eiche klassische Pfahlwurzler, während die Wurzeln der Fichten nur flach in die Erde reichen. Im Wurzeltunnel schauten wir uns die verschiedenen Wurzeltypen von unten an und fühlten uns zwischen den riesigen Wurzelballen auf einmal ganz klein.
An spielerischen Elementen wie der Kettenspinne oder der Schausäge konnten die Kinder immer wieder etwas über Flora, Fauna und Waldbewirtschaftung entdecken. Sich wie eine Spinne auf den Kettenelementen vorwärts zu bewegen, erforderte einen guten Gleichgewichtssinn. Da war das Durchkrabbeln im Bauch des Borkenkäfers schon entspannter und der Fuchsbau überzeugte durch seine versteckte Rutsche allemal. Immer wieder konnten wir auf den Schautafeln etwas Neues über den Wald erfahren. Wer gut aufpasste, entdeckte versteckte Fährten von Tieren des Waldes.
Nach so viel gestilltem Wissensdurst kam eine Pause gerade recht. Belohnt mit einem herrlichen Ausblick schmeckten die mitgebrachten Brote und das Obst gleich doppelt so gut. Auf unserem Weg zur Eichhörnchenkobel schmunzelten wir über manch knarzenden Baum, der durch den Wind wie eine alte Holztür den Wald ertönte. Auf einer Hängematte etwas abseits des Waldweges nutzten wir die Stille und lauschten dem Rascheln der Blätter und dem Zwitschern der Vögel.
Am Beizehaus mussten wir noch einmal unsere Kräfte sammeln um die schmalen Eisentreppen am steilen Bergpfad zu erklimmen. Oben angekommen, wurden wir mit einem herrlichen Ausblick über die Sächsische Schweiz belohnt.
Am Ende des Tages waren alle sichtlich erschöpft und ließen auf der Heimfahrt nach Neustadt die ersten Eindrücke des Tages auf sich wirken.