Sozialpädagogische Tagesgruppe
ASB Ortsverband Neustadt/Sa. e.V.

Weitere Meldungen

Kommende Termine

Sozialpädagogische Tagesgruppe

Schritt für Schritt bis ans Ziel

Die Sommerzeit ist immer auch die schönste Zeit zum Wandern. Am letzten Donnerstag führte uns unser Weg zum Valtenberg, der mit 587m die höchste Erhebung des Lausitzer Berglandes ist. Bei sonnigem Wetter konnten wir im Wald auch allerhand entdecken. Die Gewitter der letzten Tage haben auch im Wald ihre Spuren hinterlassen. Überall lagen größere Äste und Blätter herum, die einige Kinder eifrig wie fleißige Ameisen zur Seite räumten. Mancher Baum ragte schon beängstigend schief über die Wanderwege, sodass wir lieber zügig hindurch liefen. Eine kleine Waldmaus versteckte sich in den  Brombeersträuchern, die mit Früchten prall gefüllt waren. Das Springkraut am Wegesrand begeisterte alle mit seinem einzigartigen Schleudermechanismus, der die Samen mehrere Meter weit weg katapultierte. Da konnten einige gar nicht genug davon bekommen. 

Um den Valtenberg und seine Umgebung ranken sich seit jeher viele Sagen und Mythen. So soll einst auf dem Berg eine Burg gestanden haben, die im Laufe der Zeit in den Berg versunken ist und nur einen grünen Felsbrock im Gelände zurückließ. Im Wald entdeckten die Kinder das riesige Blockmeer aus großen Steinen, welches auch als Angstberg bezeichnet wird. Der Legende nach soll hier ein Raubritter namens Pan Dietrich sein Unwesen getrieben haben. Wie gut, dass dieser hier schon lange nicht mehr haust. So konnten wir ungestört die verschiedenen Steinformationen genauer betrachten, die auch ein hervorragendes Zuhause für Insekten und Spinnen sind. Etwas weiter erweckte ein Schild mit der Aufschrift „Teufelsfuß“ die Aufmerksamkeit der Kinder. Etwas im Wald versteckt ist auf einem Feldvorsprung ein hufeisenförmiger Fußabdruck zu finden. Man erzählt sich, dass der Teufel höchstpersönlich seinen Fußabdruck beim Durchstreifen der Wälder hinterlassen hat. 

Kurz vor Ende mussten wir unsere Kräfte noch einmal bündeln, denn der letzte Aufstieg hatte es noch einmal in sich. Da kam die Rast am König-Johann-Turm gerade recht. Schade, dass die Bergbaude an diesem Tage geschlossen hatte. Wir wären gerne noch einmal die Treppen des Turmes empor geklettert. Nachdem sich alle auf den bereitgestellten Holzliegen ausgeruht hatten, die kleine Kapelle bestaunten oder sich auf dem Spielplatz die Zeit vertrieben, ging es langsam wieder zurück Richtung Neustadt. Die Kinder hatten sich selbst kleine Aufgaben auferlegt, wie zum Beispiel das Hüpfen von einem zum anderen Stein oder dem Hindurchlaufen von Brennnesseln. Unterwegs wurden wir mit einem fantastischen Blick über die Oberlausitz belohnt, der für alle Anstrengungen der 10 km langen Wanderung entschädigte. Sichtlich erschöpft waren alle froh, als das Auto der Tagesgruppe endlich in Sichtweite war und die restlichen Kilometer entspannt im klimatisierten Fahrzeug absolviert wurden.