Am Freitag, dem 2. Oktober, fand der 8. ASB-Fachtag des ASB-Ortsverbandes Neustadt statt. Unter dem Thema „Sicher, belastbar und klar-zwischen Paragraphen und Pausenbrot - Pädagogik mit Rückenwind“ kamen die Kolleginnen und Kollegen des Ortsverbandes zu einem gemeinsamen Tag des Austauschs, Lernens und Miteinanders zusammen. Für diesen besonderen Tag blieben die Kindertagesstätte “Amselnest”, die Kindertagesstätte „Der kleine Bahnhof“, der Hort Hohnstein und alle anderen Abteilungen des bereiches Kinder, Jugend un Familie geschlossen. So konnten sich über 150 Kolleginnen und Kollegen bewusst Zeit füreinander nehmen und sich mit einem Thema auseinandersetzen, das im pädagogischen Alltag eine immer größere Bedeutung gewinnt: Wie gelingt es, auch in herausfordernden Situationen sicher, belastbar und klar zu bleiben? Den Auftakt bildete das Bild eines “Rucksacks”, den jeder Mensch mit sich trägt. In diesem Rucksack sammeln sich die unterschiedlichsten Belastungen und Herausforderungen des Alltags, sowohl aus dem beruflichen als auch aus dem privaten Leben. Beide Lebensbereiche lassen sich dabei nicht immer klar voneinander trennen. Was uns privat beschäftigt, kann Einfluss auf den Berufsalltag haben, genauso wie berufliche Herausforderungen mit nach Hause genommen werden können. Gemeinsam wurde betrachtet, was jeder Einzelne in seinem persönlichen „Rucksack“ mit sich trägt, welche Belastungen Kraft kosten und welche Ressourcen dabei helfen können, mit ihnen umzugehen. Anschließend konnten die Kolleginnen und Kollegen mit verschiedenen Dozentinnen und Dozenten an unterschiedlichen Methoden und Fragestellungen arbeiten. Es wurden Ideen entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Möglichkeiten kennengelernt, die im pädagogischen Alltag hilfreich sein können.Ebenso wurden die gesetzlichen Bedingungen und Regelungen durch zwei Rechtsanwälte den Teilnehmenden sehr guten Halt geben.
Ein wichtiger Bestandteil des Fachtages war dabei nicht nur das fachliche Lernen, sondern vor allem auch der offene Austausch untereinander. Denn gerade im pädagogischen Beruf kann es entlastend sein zu erfahren, dass man mit bestimmten Herausforderungen nicht allein ist. Viele Situationen, die zunächst persönlich oder besonders belastend erscheinen, kennen auch die Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Arbeitsalltag. Dieser gemeinsame Blick schafft Verständnis, stärkt und kann dabei helfen, die eigene Belastung realistischer einzuordnen. Gleichzeitig eröffnet der Austausch neue Perspektiven. Kolleginnen und Kollegen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Lösungsansätze mit. Was für den einen bereits ein vertrauter Umgang mit einer schwierigen Situation ist, kann für den anderen eine ganz neue Möglichkeit darstellen. So entstehen neue Ideen und Impulse, um eingefahrene Sichtweisen zu hinterfragen und Herausforderungen einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Zur Mittagszeit sorgte ein leckeres Buffet des Erbgerichts Ulbersdorf für eine willkommene Stärkung. In entspannter Atmosphäre konnten die Kolleginnen und Kollegen miteinander ins Gespräch kommen, bevor es am Nachmittag mit dem zweiten Teil des Fachtages weiterging. Am Ende des abwechslungsreichen Tages bedankte sich der Geschäftsführer Herr Alexander Penther bei allen Organisatorinnen und Organisatoren sowie bei den Dozentinnen und Dozenten, die mit ihren Impulsen und ihrer fachlichen Begleitung zum Gelingen des Fachtages beigetragen hatten.
Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf die Zukunft und versprach, dass es auch im kommenden Jahr einen 9. ASB-Fachtag geben. Der 8. ASB-Fachtag hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll solche gemeinsamen Tage sind. Fachliche Weiterbildung, neue Methoden und konkrete Ideen sind wichtige Bausteine für die pädagogische Arbeit. Genauso wichtig ist jedoch das Gefühl, als Team zusammenzustehen, Erfahrungen miteinander zu teilen und zu wissen: Mit den eigenen Herausforderungen ist man nicht allein. Denn wer voneinander lernt, einander zuhört und unterschiedliche Perspektiven zulässt, erweitert nicht nur seinen fachlichen Horizont. Er gewinnt auch Sicherheit und neue Kraft für den eigenen Berufsalltag. So kann gemeinsamer Austausch dazu beitragen, Belastungen besser zu begegnen und letztlich auch gemeinsam sicherer, belastbarer und klarer zu handeln.