Sebnitz, der 30.07.2026.
Was für ein Abenteuer! Schon früh am Morgen um 8 Uhr trafen sich die Kinder der Regenbogenstern-Gruppe an der Forellenschenke. Mit Rucksack, Isomatten, Zelten, guter Laune und jeder Menge Neugier starteten sie in einen unvergesslichen Sommertag. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es direkt los – der Spielplatz wollte erobert werden! An der rasanten Seilrutsche wurde mutig durch die Luft gesaust, das Klettergerüst bezwungen und das Karussell ordentlich in Schwung gebracht.
Noch mehr Spaß gab es, als am Vormittag die Sonnenkinder aus unserem Hort mit dem Bus eintrafen. Gemeinsam machten sich die kleinen Entdecker auf den Weg in den geheimnisvollen Wald. Zwischen hohen Bäumen, moosbewachsenen Wurzeln und zwitschernden Vögeln wartete hinter jeder Ecke etwas Neues. Auf ihrer Wanderung erfuhren die Kinder, was ein Naturschutzgebiet ist und warum es so wichtig ist, Pflanzen und Tiere zu schützen. Mit offenen Augen und gespitzten Ohren entdeckten sie auch die ganz kleinen Waldbewohner: Ein großer Käfer kreuzte den Weg, eine flinke Spinne spannte ihr Netz, Vögel sangen in den Baumwipfeln, kleine Frösche hüpften durchs Moos und Wasserläufer flitzten scheinbar schwerelos über die Teiche. Und wer ganz genau hinsah, konnte sich vorstellen, wie aus einer verwunschenen Wurzelhöhle ein kleiner Waldkobold neugierig hervorlugt.
Zurück an der Forellenschenke wartete die nächste Erfrischung. Barfuß stapften die Kinder durch das kühle Kneippbecken – genau das Richtige an diesem heißen Sommertag. Anschließend ließen sich die Regenbogensterne das wohlverdiente Mittagessen schmecken. Würstchen, frische Semmeln und viele gesunde Leckereien, liebevoll vom Elternrat vorbereitet, sorgten dafür, dass wir alle satt wurden.
Die Sonne meinte es an diesem Tag besonders gut mit uns. Deshalb verwandelte sich der schattige Waldrand kurzerhand in ein kleines Abenteuer-Camp. Gemeinsam wurden die Zelte aufgebaut und bezogen. Zwischen Vogelgezwitscher und Blätterrauschen konnten sich die Kinder ausruhen – denn in einem echten Zelt zu schlafen ist schließlich ein Abenteuer, das man nicht jeden Tag erlebt.
Nach einer erholsamen Pause wartete im Pavillon ein leckeres Vesper, bevor das Zeltlager wieder abgebaut wurde. Doch eine Überraschung erwartete uns zum Schluss: Plötzlich flitzte Hund Emma, die Hündin von Erzieherin Lisa, nach ihrer Gassirunde fröhlich aus dem Wald auf die Gruppe zu. Die Freude war riesig! Emma war bereits im vergangenen Jahr beim Ausflug dabei und hatte diesmal wegen der sommerlichen Hitze pausieren müssen. Umso schöner war das Wiedersehen. Es wurde gekuschelt, gestreichelt und gelacht, bis schließlich die Eltern ihre kleinen Abenteurer wieder in Empfang nahmen.
Ein Tag voller Entdeckungen, Abenteuer und gemeinsamer Erlebnisse ging zu Ende – und eines ist sicher: Diese Waldexpedition werden die Regenbogensterne so schnell nicht vergessen.
Lisa Kramer & Beatrice Gläser, Erzieherinnen der Regenbogensterne.